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::: Willkommen beim Ortsheimatpfleger Eitzum am Elm - Chronik vom Eitzum von Jürgen Hodemacher

 

750 Jahre  Eitzum am Elm - 1260-2010.2

Ortsheimatpfleger Eitzum am Elm

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Eitzum das fast “Schönste Dorf” am Elm

Von Jürgen Hodemacher...
mit Federzeichnung von Wilhelm Krieg © Elm Verlag, Cremlingen, 1986

Um Eitzum herum gibt es einige Hügel, deren Deutung uns viel Schwierigkeiten bereiten. Da ist zunächst einmal der Luseberg. Der einzige Flurname dieser Art im ganzen Landkreis Wolfenbüttel. Bei der niederdeutschen Form "Luseberg" denkt man natürlich an Läuse, "lausiger Berg", doch Lus heißt im Althochdeutschen Schilf oder Binsen. Aber Schilf auf einem Hügel? Auch über den sagenumwobenen Totenberg rätselt man. Auf dem Totenkampe zwischen Eitzum und Schliestedt hat einmal eine Schlacht stattgefunden, so die Sage, und beim Anlegen einer Sandgrube hat man mehrere Schädel gefunden. Waren diese Toten Namensgeber?

Bei Grabungen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts fand man in Eitzum einen bronzenen Stierkopf. Es handelt sichbei dem Fund um das Endstück eines Trinkhornbeschlages, wie sie auf den nordischen Ostseeinseln verbreitet waren. Vermutlich handelt es sich bei um einen früheren europäischen Import.

In der ersten Urkunde des Ortes von 1260 lesen wir Etsen. 1290 schrieb man Extem, 1302 Eysen, 1311 Eitzem und Eytzem, 1336 Etsum, 1344 Tetzem und 1476 Eytsem. Der Volksmund sagt Eitzen. Die von Dalem verkauften 1260 die Vogtei von fünf zur Schliestedter Burg gehörende Hufe an das Stift Marienberg. Es hatte den Besitz noch im Jahre 1778. Das Kloster Riddagshausen bei Braunschweig erhielt von denen von Warle 1290 eine Hufe und besaß einen Halbspännerhof mit 53 Morgen. Im Jahre 1802 standen drei Mühlen in Eitzum, eine ging 1318 als herzogliches Lehen an die von Watzum. Die Untermühle gehörte dem Stift Marienberg, welches 1318 die Genehmigung zum Verkauf gab, 1430 verkaufte das Stift eine Rente aus der Mühle, die ihm 1630 zinspflichtig war. Die Mittelmühle war herzogliches Lehen an die von Bortfeld, später wahrscheinlich an die von Cramm. Später kam eine weitere Mühle hinzu.

Aus Eitzum ist uns ein hübsches Lied einer alten Spinnerin überliefert worden: "Mîne mudder hat eseggt,/ Nimm dik neinen bûrenknecht,/ Nimm dik einen ût'r stadt,/ Die vel geld in'n budel hat./ Antwort: Meine Mutter hat gesagt, nimm dich keine Bauernmagd,/ Nimm dich eine aus der Stadt,/ Die 'ne lange Taille hat. "In den den Spinnstuben wurde viel gesungen - dann ging die Arbeit wie am Schnürchen.

Von Jürgen Hodemacher
mit Federzeichnung von Wilhelm Krieg
© Elm Verlag, Cremlingen, 1986
 

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